Antalya Reise: Ab in den Süden der Türkei

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Antalya ist die türkische Stadt, die mich am meisten überrascht hat. Als die Welt im Corona-Lockdown war, hatte ich im April 2021 das große Glück nach Antalya reisen zu dürfen.

Während der Pandemie waren die Preise im Keller. Außerdem gab es damals schon 12 Lira für den Euro, was Antalya zu einer sehr günstigen Stadt gemacht hat. Mittlerweile im Juni 2024 erhält man sogar 35 türkische Lira für einen Euro. Die Inflation nimmt kein Ende!

Die türkische Küstenstadt ist entgegen meiner Erwartung super modern! Neben einer ausgezeichneten Infrastruktur und einem Mittelmeerklima kann man in Antalya lecker essen. Abgesehen von den Touristen Restaurants ist Antalya sehr preiswert. 

Auch geschichtlich ist Antalya interessant. Die Kontraste zwischen Old Town und dem neuen Viertel Konyaalti sind deutlich zu spüren.

Während man in der Altstadt auf enge, verwinkelte Gassen stößt, ist Konyaalti mit einer langen Strandpromenade geschmückt. Antalya hat so viel Potenzial und ich frage mich, warum ich den Süden der Türkei nicht schon früher bereist habe. 

Wo liegt Antalya eigentlich?

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Antalya Konyaalti während Corona

Antalya liegt im Süden der Türkei und gehört zu Südanatolien. Die Stadt befindet sich an der Spitze einer Bucht zwischen Alanya und Kemer.

Von vielen Städten Deutschlands ist die Küstenstadt in nur drei bis dreieinhalb Stunden zu erreichen. Oftmals ist der Flughafen in Antalya nur Ankunftspunkt für viele Touristen, um von dort zu den umliegenden Hotels zu fahren. 

Wer keine Lust auf All-Inclusive und Bettenbunker hat, wird Antalya lieben. Die 2,6 Millionen Einwohner Stadt an der türkischen Riviera ist viel authentischer als die umliegenden Touristengebiete wie Belek oder Side.

Durch die Küstenlage herrscht Antalya außerdem ein angenehmes Mittelmeerklima. Im Winter ist die Stadt von den umliegenden Bergen geschützt. 

Für was ist Antalya bekannt?

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Schön Abstand halten am Strand von Antalya während der Pandemie

Mit über 300 Sonnentagen im Jahr lockt Antalya Urlauber an die kilometerlangen Sandstrände. Neben dem Sonne, Sand und Meer hat die südliche Stadt aber noch viel mehr zu bieten. 

Antalya ist auch bekannt für seine einzigartigen Baudenkmäler in der Altstadt. Darüber hinaus bietet Antalya Wasserfälle, Museen, eine Seilbahn sowie Ausflugsmöglichkeiten für Naturfreunde. 

In diesem Beitrag gehe ich auf die Sehenswürdigkeiten in Antalya ein.

Die Stadt ist bekannt für ihre Mischung aus Moderne und Tradition sowie für ihre Toleranz und Offenheit. Bis auf die täglichen Gebetsrufe des Muezzins merkt man fast nicht, dass man sich in einem islamischen Land befindet. Wer sich respektvoll und angemessen als Besucher verhält, wird dementsprechend auch behandelt.

Auch die Gastfreundschaft wird groß geschrieben in Antalya. So wurde ich des Öfteren einfach so auf einen Tee eingeladen. Allerdings muss man sich dafür abseits der Touristenpfade begeben.

Einige der in Antalya wohnenden Türken haben schon einmal in Deutschland gewohnt und sind anschließend in ihre Heimat zurückgekommen. Demnach ist die Verständigung oftmals sogar in deutscher Sprache möglich. 

Außerdem bietet Antalya eine sehr leckere Küche. Neben Fleischspießen findet man in Antalya auch leckere Meze (Vorspeisen), Suppen, Salate, Hummus-Pasten und vor allem Desserts!

Nirgendwo auf der Welt habe ich so leckere Nachspeisen gegessen wie in Antalya. Sei es Kürbis-Dessert, Lokma, Kadayıf oder der altbewährte Baklava.

Zudem kann man in Antalya wahre Schnäppchen auf den lokalen Basaren machen. Auch Markenkleidung gibt es wegen des Wechselkurses in den umliegenden Shopping-Malls zum kleinen Taler.

Abstand halten sollte man vor Teppichgeschäften und irgendwelchen Kaffeefahrten, aber das sollte wohl klar sein. 🙂

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Tee und Kaffeekultur in Antalya

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Wie in vielen Ländern mit muslimischer Bevölkerung sind Tee und Kaffee auch in Antalya sehr beliebt. Die Einheimischen trinken ihren Çay mehrmals am Tag. Wirst du als Besucher auf einen Tee eingeladen, solltest du dieses Angebot unbedingt annehmen.

Türkischer Tee schmeckt extrem gut. Der schwarze Tee wird mit viel Zucker gesüßt und dann aus zierlichen Gläsern serviert.

Ein kleines Glas Tee sollte umgerechnet nicht mehr als 30 Cent kosten. Für ein großes Glas Tee zahlt man um die 50 Cent, zumindest in einer lokalen Einrichtung, fernab der Touristenmassen.

Was mich auch erstaunt hat, waren die vielen Cafés in Antalya. Egal ob in der Nähe des Kaleici oder in Konyaalti, überall gab es Filialen des Yemen Kahvesi.

Übersetzt heißt dies Jemenitischer Kaffee. Überwiegend sind es Einheimische die sich in Cafés setzen. Beim Genuss von Kaffee steht das soziale Treffen im Vordergrund. 

türkischer kaffee
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Mich erinnert diese Kaffeekultur übrigens sehr an Albanien, wo ich ähnliche Erfahrungen machen durfte. Neben den Yemen Kahvesi gibt es natürlich noch viele weitere Cafés.

Allerdings hat mich diese Kette wegen dem guten Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt. Außerdem mag ich es dort zu sitzen, wo keine Touristen sind. 

Antalyas Geschichte

Antalya blickt auf eine 6.000-jährige Geschichte zurück, deren Erbe zum Teil erhalten geblieben ist. Schon 4500 vor Christus wurde die Gegend rund um das heutige Antalya von den Hethitern besiedelt.

Später im 9. bis 7. Jahrhundert vor Christus sind auch Griechen und Trakier eingewandert. Anschließend kamen die Perser sowie Alexander der Große in die Region. Schließlich wurde im zweiten Jahrhundert vor Christus die Stadt Attalos II. von König Pergamon gegründet. 

Schnell etablierte sich die Stadt und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum in der Region. Noch mehr Aufschwung gab es unter der Herrschaft der Römer im ersten Jahrhundert vor Christus.

Im ersten Jahrhundert nach Christus hat Kaiser Hadrian das heutige Antalya. Zu seinen Ehren wurde das berühmte Hadrianstor gebaut, das bis heute noch in der Stadt steht.  

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Foto de Igor Sporynin en Unsplash

Im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde Antalya Teil des Byzantinischen Reiches. Damals war Antalya eine bedeutende Stadt des Christentums. Nach mehreren Angriffen konnte Antalya von den Seldschuken im Jahr 1207 erobert werden. Schließlich fiel Antalya 1373 in die Hände der Osmanen und wurde Teil des Osmanischen Reiches.

Im 19. Jahrhundert ist Antalya aufgrund der Zuwanderung von Türken aus dem Kaukasus und vom Balkan stark gewachsen. Zu dieser Zeit lebten immer noch viele Christen und Juden in der Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg war Antalya für kurze Zeit von italienischen Truppen besetzt worden.

Seitdem die ersten Touristen in den 1960er Jahren in die Region gekommen sind, wächst die Stadt kontinuierlich weiter. Später sind Hotels, Resorts und große Einkaufszentren entstanden.

Trotz des modernen Wandels kann man in Antalya Old Town noch das Ursprüngliche sehen. Antalyas Urlaubsparadies ist heute eines der beliebtesten Ziele in der Türkei geworden. Im letzten Jahr 2019 vor Corona beherbergte Antalya 15,5 Millionen Touristen.

Was kannst du auf einer Antalya Reise erleben?

Die Stadt Antalya ist ein traumhaftes Reiseziel. Touristen kommen nicht nur wegen der langen Küstenstreifen, sondern auch wegen der köstlichen Küche, den Einkaufsmöglichkeiten und dem Nachtleben nach Antalya. 

Zu den Sehenswürdigkeiten in Antalya gehört definitiv der Old Town der auch als Kaleiçi bezeichnet wird. Die Altstadt ist bekannt für Kopfsteinpflaster, restaurierte Häuser im osmanischen Stil, kleine Gassen sowie einen fantastischen Ausblick auf die umliegenden Berge und Konyaalti. 

Vor der Altstadt Antalyas befindet sich das Hadrianstor aus dem Jahr 130 nach Christus. Es ist das einzige Eingangstor, das zu Ehren des römischen Kaisers gebaut wurde. 

Rund um die Altstadt befinden sich mehrere Aussichtsplattformen, die einen Ausblick auf das Umfeld ermöglichen. Unterhalb der Steilklippe liegt der Yachthafen von Antalya. 

Je nach Reisezeit eignet sich die Gegend um Antalya auch für Aktivitäten. Antalya liegt am lykischen Weg, der nach Fethiye führt. Natürlich kann man auch nur Teilstrecken des 509 Kilometer langen Lykischen Weges wandern. 

Übrigens ist die Gegend um Antalya auch für ihre Golfanlagen bekannt. Auf der östlichen Seite Richtung Belek befinden sich zahlreiche Golfplätze. 

Sehenswert sind auch die Düden-Wasserfälle auf der östlichen Seite von Antalya. Der anliegende Park eignet sich wunderbar zum Spazierengehen und Relaxen. Von dort aus kann man ebenfalls eine tolle Aussicht auf das Mittelmeer genießen. 

Bei schlechtem Wetter kann man dem Archäologischen Museum einen Besuch abstatten. Besucher können dort Relikte aus der Vergangenheit besichtigen. 

Wo kannst du während deiner Antalya Reise shoppen?

In Antalya gibt es mehrere Bazars, die teilweise die ganze Woche über öffnen. Der am besten von Touristen besuchte Bazar in Antalya liegt direkt im Oldtown am Uhrturm.

Neben typischen türkischen Mitbringseln kann man sich auch mit Gewürzen, Lederwaren und Brillen eindecken. Ebenfalls gibt es Kleidung, wie Shirts, Jacken, Rucksäcke, gefälschte Taschen, Schmuck, Honig und Tee. Die meisten Händler sprechen sogar Deutsch.

Wenn ich auf solchen Märkten unterwegs bin, versuche ich nie als Deutscher aufzutreten, weil dann die Preise meist um einiges höher sind. Ein osteuropäisches Land drückt den Preis automatisch. 

Ansonsten hilft nur Feilschen, Feilschen, Feilschen. Der zu Beginn genannte Preis ist meist total überzogen. Man sollte hier kein Blatt vor den Mund nehmen und ruhig mal 70 Prozent weniger nennen. Wenn dein Preis zu niedrig war, wirst du es schon merken. Einfach weglaufen hilft übrigens auch. 

Ich war schon auf so vielen Märkten und meistens ist es immer das gleiche Angebot. Außerdem nervt das Handeln sehr mit der Zeit.

In den umliegenden Straßen in der Nähe der Straßenbahn Station Dogu Garaji gibt es genügend Läden, die Ware zum Festpreis oder zumindest fair anbieten. 

Um in Ruhe einkaufen bevorzuge ich meist richtige Shoppingmalls. In Antalya und Umgebung gibt es einige dieser Malls. Viele davon können locker mit europäischen Einkaufszentren mithalten oder sind sogar besser. 

MarkAntalya AVM

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Sharon Hahn Darlin, Antalya, Turkey Feb 2022 – Colorful Shopping Mall, CC BY 2.0

Das Einkaufszentrum MarkAntalya AVM ist nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt. Wer möchte, kann sogar mit der Straßenbahn bis zur Station “Muratpaşa” dorthin fahren.

Die Mall ist sehr modern und beherbergt zahlreiche Kleidungs- und Sportläden, darunter auch bekannte Läden. Auch H&M, Mango und Rossmann sind vertreten.

Im letzten Stock gibt es zahlreiche Fastfood-Restaurants, darunter auch McDonalds. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann sein Auto kostenlos in der Tiefgarage abstellen.

5M Migros

5M Migros ist ebenfalls ein großes Einkaufszentrum mit angeschlossenem Supermarkt. In der Mall sind neben türkischen Marken wie Koton, US Polo und Ipekyol und internationale Brands, wie Mango, Nike, Adidas und Mavi vertreten.

Im oberen Bereich findet man zudem einige Foodstands sowie auch einen Starbucks. 

Die 5M Migros Mall befindet sich in der Nähe des Strandes von Konyaalti. Wer mit dem Auto anreist, kann auf einem der zahlreichen Parkplätze parken. Ansonsten ist die Anfahrt auch mit dem Taxi oder dem Stadtbus möglich. 

Restaurants in Antalya: Meine Empfehlungen

Während meiner Aufenthalte in Antalya konnte ich bereits einige Restaurants testen. Nachstehend führe ich meine persönlichen Favoriten in Antalya auf.

Leman Kültür

Leman Kültür
Eines meiner Lieblingsrestaurants in Antalya

Besonders witzig finde ich den Namen des Restaurants. Kültür im Türkischen wird im Deutschen einfach mit Kultur übersetzt.

Das Leman Kültür habe ich durch Zufall beim Schlendern durch die Hauptstraße entdeckt. Der moderne Gastrobetrieb verfügt sowohl über einen großen Innenraum als auch eine ganzjährige Außenterrasse.

Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass das Restaurant von jungen Leuten betrieben wird. In Kombination mit der modernen Musik herrscht zu jeder Tageszeit eine positive Atmosphäre

Auf der Menükarte findet man viele leckere Gerichte. Von frischen Salattellern, über Falafel Bowls, gibt es auch Pizzen, Hähnchen sowie weitere Fleischspeisen. Das Leman Kültür bietet ebenfalls eine gute Auswahl an Frühstücksteller an.

Zudem kann man leckere Smoothies, Kaffeespezialitäten sowie auch Alkohol bestellen. Dazu findet man einen zügigen Service und eine freundliche Bedienung vor. Für mich persönlich ist Leman Kültür Nummer 1 in Sachen Preis-/Leistung

Çıtır Balık

Das Wort Balik aus dem Türkischen übersetzt bedeutet “Fisch”. Im Çıtır Balık gibt es leckere Fischbrötchen. Neben Calamaris und Sardinen stehen auch Doraden, Wolfsbarsch oder Miesmuscheln zur Auswahl bereit.

Dazu gibt es eine offene Salatbar, an der man sich grenzenlos bedienen darf. Die Imbissbude ist einfach, aber die Warteschlange spricht für sich. Die Portion sind groß und machen satt. Mit zwei bis drei Euro pro Mahlzeit ein Schnäppchen.

Haveli Restaurant Indian & Pakistani Restaurant

Wer Lust auf indische und pakistanische Küche hat, wird in diesem Restaurant fündig. Auf der Speisekarte stehen typische Gerichte wie Butter Chicken, Chicken Karahi, sowie Rind- und Lammfleisch.

Dazu gibt es Dal, Roti und Paratha. Der junge Kellner war zu meinem Besuch unglaublich aufmerksam. Das leckere Essen war eine tolle Abwechslung vom türkischen Essen.

Tavuk Dünyası 07 Konyaaltı

Tavuk Dünyası
Tavuk Dünyası

Das Tavuk Dünyası gibt es nicht nur in Konyaalti, sondern auch an anderen Orten in Antalya. Allerdings war das die Filiale, die ich besucht habe.

Das Wort Tavuk bedeutet ins Deutsche übersetzt “Hühnchen”. Demnach kann man in diesem Restaurant verschiedene Hähnchenteller mit Beilagen bestellen. 

Es handelt sich dabei stets um kleine Filetstücke mit verschiedenen Soßen zur Auswahl. Dazu werden Penne-Nudeln und ein Beilagensalat serviert. Wer möchte, kann auch Linsen- oder Tomatensuppe bestellen.

Auf Wunsch gibt es Rindfleisch anstelle von Hähnchen. Im Allgemeinen sehr leckeres Essen zum günstigen Preis. 

Jolly Eat & Drink

Jolly Eat & Drink
Mittagessen bei Jolly Eat & Drink

Das Jolly Eat & Drink ist vermutlich der beste Platz in Antalya für einen Sundowner. Das Restaurant liegt nämlich oberhalb der Steilküste und bietet einen Wahnsinnsblick auf das untenliegende Konyaalti.

Am Abend kann man den Sonnenuntergang bei einem Drink beobachten. Aber auch an sonnigen Frühlings- und Herbsttagen lohnt sich der Besuch des Jolly Eat & Drink. 

ausblick von jolly eat & drink
Was ein Ausblick vom Jolly Eeat & Drink

Auf der Menükarte stehen leckere Omelettes, Salate, Sandwiches, Burger, Pizza, Pasta sowie gefüllte Croissants mit Käse und Schinken. Dazu kann man Desserts wie Torten, Kuchen und türkisches Gebäck bestellen.

An Getränken stehen Kaffeespezialtiäten, Tee, sowie alkoholische Drinks und alkoholfreie Getränke zur Auswahl. 

Wo sollte das Hotel in Antalya liegen?

Für deine Antalya Reise kannst du zwischen zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten wählen. Von einfachen Pensionen und Unterkünften bis hin zur Mittelklasse und Luxus findet man viele Angebote.

Ich möchte hier überhaupt nicht auf einzelne Hotels eingehen, sondern über die Lage sprechen. Als Antalya Besucher wählst du vermutlich zwischen der Altstadt und Konyaalti aus. 

Das Wohnen in der charmanten Altstadt bietet sich an, wenn du dich überwiegend in dieser Gegend aufhalten möchtest.

Neben den quirligen Gassen von Kaleici kann man auch den näheren Bereich außerhalb der Stadtmauern gut erreichen. Mir persönlich wäre der Old Town zu überlaufen und zu laut. 

Hier findest du die besten Hotels in Antalya:

Würde man mir die Frage stellen, würde ich sofort Konyaalti beantworten. Die Hotels rund um Konyaalti sind neuer und moderner. Der gesamte Promenadenabschnitt in Konyaalti ist abwechslungsreicher als die Altstadt. Neben Restaurants für Besucher und Expats finden sich auch einige Supermärkte für Selbstversorger. 

Die Gegend rund um Konyaalti bietet so einiges. Allerdings ist die Wahl der Hotellage auch von der Jahreszeit abhängig. Während Konyaalti während der Winterzeit eher ruhig ist, gibt es umso mehr Leben im Sommer.

Schlussendlich hängt die Wahl von deinen persönlichen Wunschvorstellungen deiner Antalya Reise ab. 

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©Engin_Akyurt – Pixabay.com

An was mich meine Antalya Reise erinnert hat

Bereits bei meinem ersten Besuch in Antalya habe ich festgestellt, dass mich die Region total an Südspanien erinnert.

Nachdem ich acht Jahre lang in Málaga gewohnt habe, konnte ich einige Parallelen mit Südanatolien erkennen. Vor allem Klima und Vegetation sind sehr ähnlich. Das ganze Jahr über scheint die Sonne mit nur wenig Regentagen.

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Klima und Natur in Antalya erinnern mich sehr an Südspanien

Bei einer kleinen Wanderung konnte ich zahlreiche Olivenbäume und Kiefer entdecken. Die gleichen Bäume wachsen übrigens auch in Südspanien. Auch die Fahrt an der Küste Richtung Fethiye hat mich an das Leben in Malaga erinnert. 

Ähnlich verhält es sich übrigens mit der Mentalität. Südländer leben einfach ganz anders als wir Nordlichter.

So findet das Leben überwiegend draußen auf der Straße statt. Obwohl die Türkei schon damals wirtschaftliche Probleme hatte, gab es und gibt es immer noch viele Menschen, die in Cafés sitzen. Außerdem wird gequatscht ohne Ende. 

Was mir an meiner Antalya Reise nicht so gut gefallen hat

Im Allgemeinen habe ich nicht viele negative Punkte über Antalya anzumerken. Bis auf die Tatsache, dass es leider viele Straßenhunde gibt, hatte ich dort eine gute Zeit. Leider kümmert sich der Staat nicht um die Tiere. So vermehren sie sich vermutlich immer mehr. 

straßenhunde antalya
Leider gibt es viele Straßenhunde in Antalya.

Außerdem muss man besonders im Oldtown auf die klassischen Touristenfallen aufpassen. So ist ein Souvenir gleich dreimal so teuer.

In touristischen Restaurants wird häufig eine Servicegebühr aufgeschlagen. Allerdings finde ich diese Mini-Tourist-Traps nicht wirklich schlimm. In Ägypten oder Indien ist es viel schlimmer. 

Was mich eher stört ist, dass Antalya in Zeiten der Inflation so teuer geworden ist. Gierige Eigentümer vermieten ihre Wohnung in Dollar. Während man früher für 250 bis 350 Euro ein schickes Apartment mieten konnte, zahlt man nun locker das Doppelte bis Dreifache.

Ansonsten ist Antalya wirklich eine moderne, sehr zivilisierte Gegend auch für junge Menschen. Wäre nicht die Sache mit den teuren Mietwohnungen und dem bürokratischen Aufwand für ein Visa, könnte ich dort eine Zeit lang wohnen. 

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für eine Antalya Reise?

Generell ist Antalya ein ganzjähriges Reiseziel. Wer Badeurlaub in Antalya machen möchte, wählt am besten die Monate Mai bis Oktober.

In den Monaten Juli und August ist allerdings Hochsaison mit vielen Besuchern. Zudem sind die Temperaturen mit über 35 Grad Celsius täglich sehr hoch. Dann kühlt es übrigens auch Nachts nicht mehr ab. Ohne Klimaanlage zu schlafen ist unmöglich. 

Wer die hohen Preise der Hauptsaison vermeiden möchte, wählt besser die Übergangsmonate Mai, Juni sowie September und Oktober

Ich war auch schon im Februar und März in Antalya. Während es tagsüber etwa 20 Grad Celsius warm ist, können die Temperaturen nachts stark abfallen. Teilweise liegen die Mindestwerte dann lediglich bei 5 Grad Celsius.

Für Sightseeing oder Outdooraktivitäten würde ich die Monate April, Oktober oder November wählen. Dann liegen die Temperaturen im Bereich von 22 bis 26 Grad Celsius, was sehr angenehm ist. 

Wie sind die Wassertemperaturen?

Die türkische Riviera ist umgeben vom Mittelmeer. Bei ganzjährig milden und später heißen Lufttemperaturen heizt sich das Meer rund um Antalya schnell auf. Die kältesten Wassertemperaturen liegen zwischen 17 und 20 Grad Celsius während der Monate Dezember bis April.

Im Mai steigen die Badetemperaturen stetig an. Von Juni bis Oktober ist das Meer rund um Antalya zwischen 25 und 28 Grad Celsius warm. Erst ab November fallen die Temperaturen langsam wieder nach unten. 

Wo liegt der Flughafen in Antalya?

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Elelicht, Antalya Flughafen Internationaler Terminal, CC BY-SA 4.0

Der Flughafen von Antalya liegt gerade einmal 12 Kilometer nordöstlich der Altstadt. Neben der Verbindung mit Bus und Straßenbahn fahren ebenfalls Taxis zum Flughafen. Die Fahrt mit der modernen Straßenbahn kostet gerade einmal 9,60 TL (Juli 2023), was umgerechnet 35 Cent entspricht.

Die erste Straßenbahn startet täglich um 5:27 Uhr Richtung Flughafen, die letzte um 23:23 Uhr. Vom Flughafen in die Stadt verkehren Straßenbahnen von 5:59 Uhr bis 24:00 Uhr. 

Die Strecke mit dem Taxi kostet umgerechnet etwa 5 Euro. In Antalya sind alle Taxis mit einem Taxameter ausgestattet. Die Fahrer sind verpflichtet, dieses vor Fahrtantritt zu aktivieren. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen bezüglich Taxifahrten in Antalya gemacht. 

Gibt es Direktflüge von Deutschland aus nach Antalya?

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©Hans – Pixabay.com

Von vielen deutschen Städten gibt es Direktverbindungen nach Antalya. Die Fluggesellschaften Condor, Freebird Airlines, Southwind Airlines, Mavi Gök Airlines, Sun Express, Pegasus, Corendon, Turkish Airlines.

Bis auf drei der genannten Fluggesellschaften, sind mir die anderen Airlines unbekannt.

Laut meiner Recherche starten die Flüge von Leipzig, Stuttgart, Frankfurt, Berlin, Münster, Düsseldorf, Köln/Bonn, Paderborn, Hamburg und München nach Antalya. Die Flugzeit beträgt etwa drei bis dreieinhalb Stunden. Für einen Roundtrip zahlt man um die 180 Euro. 

Wie reist man nach Antalya?

Die schnellste Anreise nach Antalya erfolgt mit dem Flugzeug. Neben der direkten Verbindung aus Deutschland erreicht man Antalya natürlich auch von anderen türkischen Städten aus mit dem Flugzeug oder mit dem Bus. 

Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, muss beispielsweise von Frankfurt aus etwa 3.000 Kilometer zurücklegen. Der lange Anfahrtsweg lohnt sich meist nur für Leute, die länger unterwegs sind.

Während meiner beiden Besuche in Antalya habe ich einige deutsche Kennzeichen, darunter auch Wohnmobile, entdecken können. 

Wo kann man von Antalya aus weiterreisen?

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Foto de Igor Savelev en Unsplash

Auch wenn Antalya keinen Bahnhof hat, ist die Stadt sehr gut mit Bussen verbunden. Die Weiterreise kann beispielsweise nach Kas oder Fethiye mit einem Minibus (Dolmus) erfolgen.

Auch in die andere Richtung nach Belek oder Side fahren Kleinbusse. Im Gegensatz zu Minivans aus Georgien oder anderen östlichen Ländern, sind die Minibusse in der Türkei sehr bequem. 

Über den Otogar (Hauptbusbahnhof) in Antalya fahren auch Busse nach Istanbul, Izmir, Konya und Ankara. Beispielsweise kann man von Antalya aus nach Pamukkale oder Kappadokien weiterfahren. Mit einem Mietwagen fährt man natürlich komfortabler und flexibler durch die Türkei. 

Wie weit liegt Antalya von anderen Ferienorten an der türkischen Riviera entfernt?

Von Antalya nach Kemer sind es 60 Kilometer. Das charmante Dorf Kas erreicht man nach 200 Kilometern Fahrt.

Die Entfernung nach Fethiye beträgt 206 Kilometer. In östlicher Richtung liegt Belek, 33 Kilometer entfernt von Antalya. Nach Side sind es 65 Kilometer sowie nach Alanya 125 Kilometer. 

Wie kann man in Antalya und in der Umgebung bezahlen?

Die offizielle Währung der Türkei ist die Türkische Lira (TRY). In vielen Restaurants, Geschäften und Malls werden Kreditkarten akzeptiert. Türken freuen sich wegen der schwachen Lira auch häufig darüber, dass man mit Euro oder Dollar bezahlt. 

In Antalya gibt es zudem viele Bankautomaten. Gute Erfahrungen habe ich mit dem ATM von HSBC gemacht. Letztere stehen überall in der Türkei und ermöglichen kostenlose Abhebungen. Ich nutze im Ausland übrigens eine DKB Kreditkarte für Zahlungen und Bargeld. 

Wie bewegt man sich in Antalya fort?

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Joe Wallace, Local Antalya Bus. Otokar Brand, CC BY-SA 2.0

Das komfortabelste und schnellste Verkehrsmittel ist das Taxi in Antalya. Für eine 10 bis 15-minütige Fahrt durch die Stadt zahlt man in der Regel nicht mehr als 3 bis 5 Euro.

Im Gegensatz zu anderen Städten in der Türkei wurde das Taxameter in Antalya stets eingeschaltet. Nach dem Einsteigen sollte man sich vergewissern, dass es auch wirklich aktiv ist. 

Ansonsten gibt es auch ein breit ausgebautes Straßenbahn- sowie ein städtisches Busnetz in Antalya. Mit einer Sim-Karte kann man die aktuellen Abfahrtszeiten stets ablesen. Bus und Straßenbahn fahren ist spottbillig in Antalya. Eine Einzelfahrt kostet nicht mehr als 35 bis 40 Cent.

Vor Fahrtantritt muss man zunächst die aufladbare Antalya Kart organisieren. Diese gibt es an vielen Automaten und Verkaufspunkten in der Stadt.

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