Cetinje: Die ehemalige Hauptstadt von Montenegro entdecken 2025

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Montenegro

Cetinje war einmal die Hauptstadt von Montenegro. Wusstest du das? Ich für lange Zeit nicht.

Im Jahr 1482 gegründet, war Cetinje eine sichere Hauptstadt während der osmanischen Besetzung. Der Name der Kleinstadt stammt vom Fluss Cetina ab, der durch das Tal fließt. Während des Ersten Weltkriegs war Cetinje von 1916 bis 1918 österreichisch besetzt.

Wenn du heute von der Küste in die Berge fährst, erlebst du noch einen Teil des authentischen Montenegros.

Im Gegensatz zur verbauten Küste, ist das 15.000 Einwohner-Städtchen noch weitestgehend original geblieben und eine wahre Ruheoase.

Ich empfehle den Besuch vor allem für kulturinteressierte Urlauber. In der Kleinstadt Cetinje gibt es nämlich Sehenswürdigkeiten wie mehrere Museen, ein altes Amphitheater, eine Flaniermeile sowie eine atemberaubende Natur.

Was du sonst noch in der ehemaligen Hauptstadt Montenegros erleben kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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Cetinje: Karte mit Highlights und Aktivitäten für deinen Besuch

In der folgenden Karte habe ich die von mir besuchten Highlights in Cetinje markiert. Dadurch fällt es dir einfacher dich in der alten Hauptstadt Montenegros fortzubewegen.

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Sehenswürdigkeiten in Cetinje: Ein Muss für Kulturreisende

Cetinje ist eher ein Reiseziel für Urlauber, die an Kultur und Geschichte interessiert sind. Die Stadt beherbergt nämlich mehreren Museen wie das Nationalmuseum Montenegros, ein ethnografisches Museum sowie ein Geldmuseum. Letzteres habe ich besucht. Dazu aber später mehr.

Berge und Natur rund um Cetinje: Die besten Ausflüge

berge cetinje
Berge rund um Cetinje

Cetinje liegt auf einer Höhe von 670 Metern. Im Gegensatz zur feucht-schwülen Küste ist das Klima in den Bergen deutlich angenehmer.

Die Stadt liegt inmitten der Natur am Fuß des Lovćen-Massivs, dem größten Gebirge Montenegros. Leider habe ich es während meines kurzen Aufenthalts nicht geschafft, eine Wanderung zu unternehmen. 

Die beiden Touren auf den höchsten Gipfel Štirovnik (1748 m) sowie auf den zweithöchsten Gipfel Jezerski (1657 m) sollen landschaftlich sehr schön sein.

➜ ➜ Bei dieser Ganztagestour unternimmst du einen Ausflug zum Lovcen-Nationalpark. Außerdem ist ein geführter Rundgang durch Cetinje sowie ein kurzer Fotostopp in Sveti Stefan enthalten.

Inmitten des Lovćen Nationalpark liegt außerdem das Mausoleum von Petar Njegoš. Von der Ruhestätte des Fürstbischofs genießt du einen grandiosen Ausblick auf das Tal von Kotor

Meine Zeit war jedoch zu knapp, sodass ich es nur auf den anliegenden Eagle-Rock geschafft habe. Es handelt sich dabei um ein Mausoleum, das auf einem Hügel oberhalb der Stadt liegt.

Nach etwa 20 Fußminuten vorbei an einem Kloster erreichst du den Eagle-Rock, wo übrigens Danilo Petrović begraben ist. Während der Herrschaft des ehemaligen Fürst konnte Montenegro seinen wichtigsten Kampf gegen die Türken gewinnen. 

mausoleum Danilo Petrović
Milica Buha, Mausoleum of Danilo I, Metropolitan of Cetinje 06, CC BY-SA 4.0

Die Grabstätte des Fürsten Danilo ist gleichzeitig ein Aussichtspunkt. Von oben aus hast du nicht nur einen tollen Blick auf Cetinje, sondern auch auf das Lovćen-Gebirge. Der Zutritt auf den Eagle-Rock ist kostenfrei. 

Klöster und Kirchen in Cetinje: Spirituelle Wahrzeichen

Cetinje ist ebenfalls für seine religiösen Stätten bekannt. Auf dem Weg in Richtung Eagle-Rock passierst du das Kloster des heiligen Petrus (Sveti Petar Cetinjski). Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert gegründet und gilt noch heute als wichtiges Pilgerziel. 

Im Inneren kannst du eine umfangreiche Sammlung an religiösen Artefakten, Ikonen und weitere bedeutende Kunstwerke betrachten. Ich habe das Kloster hingegen nur von außen gesehen und die Wasserquelle zur Abkühlung genutzt. 

Kloster des heiligen Petrus
Kloster des heiligen Petrus

Wenige Meter davor befindet sich eine kleine orthodoxe Kapelle, die auf den Ruinen des alten Klosters errichtet wurde.

Leider wurde die Kirche während des Kriegs im 18. Jahrhunderts völlig zerstört und musste neu aufgebaut werden. Das Konstrukt aus Steinen fügt sich ideal in die grüne Umgebung ein. 

Etwa 300 Meter entfernt siehst du außerdem ein altes Amphitheater. Ob das Freilufttheater noch genutzt wird, kann ich leider nicht sagen.

amphitheater cetinje
Amphitheater Cetinje

Bei einem Spaziergang kannst du noch weitere Kirchen und Kapellen wie zum Beispiel die Vlaška Kirche entdecken. Ganz in der Nähe steht die Kirche des Heiligen Antonius von Padua. 

Geldmuseum in Cetinje: Geschichte des Geldes in Montenegro

geldmuseum
Geldmuseum – Life before money

Das Geldmuseum (Museum novca) liegt in der Nähe des Stadtzentrums. Beim Besuch erhältst du einen Überblick über die ehemaligen Währungen bis zur Gegenwart. Wie viele nicht wissen, ist der Euro das Zahlungsmittel in Montenegro. 

Direkt am Eingang siehst du alte Geldmaschinen, die in der Vergangenheit zum Prägen von Münzen eingesetzt wurden. Das Innere des Museums beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Banknoten. 

alte währung montenegro
Alte Währung Montenegro

Außerdem bekommst du einen guten Überblick über die Geschichte und den Zerfall der damaligen Währung. Ebenfalls wird Bezug auf die Deutsche Mark und den heutigen Euro genommen.

Das stabile Zahlungsmittel schützt Montenegro vor einer weiteren Hyperinflation wie in der Vergangenheit. Nach Verlassen des Museums wirst du verstehen, warum es für Montenegro besser war, den Euro einzuführen. 

dmark
Wer kennt sie noch die gute alte D-Mark?

Übrigens sind sowohl der Eintritt als auch die Führung durch das Geldmuseum kostenlos. Wenn du dich allgemein für ausländische Währungen interessierst, wird dir der Besuch gefallen.

Stadtbummel durch Cetinje: Entdecke die charmante Altstadt

Beim Schlendern durch Cetinje erlebst du noch den Charme eines nahezu unverfälschten Montenegros. Neben aufgehübschten Steinhäusern, entdeckst du noch immer kommunistische Blocks der Vergangenheit.

Dazu gibt es ein gutes Angebot an Restaurants und Cafés. Im Zentrum selbst befinden sich einige schattige Plätze wie die Terrassen der umliegenden Bars.

Die Flaniermeile Njegoseva ulica ist übrigens nur für Fußgänger. So kannst du ungetrübt durch das Zentrum bummeln.

ehemalige französische botschaft
Ehemalige Französische Botschaft

Mir sind in Cetinje sofort die günstigeren Preise aufgefallen. Wenn du von Budva aus anreist, verstehst du was ich meine.

Häufig gestellte Fragen zu Cetinje: Alles, was du wissen musst

Anreise nach Cetinje: So kommst du am besten hin

Während meiner Reise durch Montenegro habe ich mich ausschließlich mit öffentlichen Bussen bewegt. Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Du erreichst Cetinje innerhalb 45 Minuten von der Küstenstadt Budva

Selbstverständlich kannst du auch von anderen Städten in Montenegro anreisen. Auch aus der Gegenrichtung, von Podgorica kommend, fahren viele Busse über die Kleinstadt.

Das Busterminal ist übrigens nur wenige Meter vom Zentrum entfernt und gut zu Fuß zu erreichen. Mit dem eigenen Mietwagen bist du natürlich schneller in Montenegro unterwegs.

Wie lange solltest du in Cetinje bleiben? Tipps zu deiner Aufenthaltsdauer

Cetinje ist ideal für einen Tagesausflug. Wenn dir die überlaufene Küste zu viel wird, setzt du dich spontan in einen Bus und fährst los. Genau so hab ich´s gemacht!

Djukanovic Palace
Djukanovic Palace

Am besten fährst du früh morgens los. Kulturell interessierte Urlauber und Naturliebhaber bleiben zwei Tage oder länger in der Stadt. Neben Museen hast du dann auch Zeit für eine Wanderung durch den Lovcen-Nationalpark.

Übernachtung in Cetinje: Was dich eine Nacht kostet

In der folgenden Karte kannst du Verfügbarkeit, Lage und Preise von Hotels und Unterkünften in Cetinje überprüfen:

Laut meiner Recherche auf Booking.com kannst du in Cetinje schon für 25 bis 30 Euro in einfachen Zimmern übernachten.

Mehr Komfort gibt es in Hotels für 60 bis 70 Euro. Die Übernachtung im einzigen 5 Sterne Hotel der Stadt, Hotel Gradska, kostet je nach Datum circa 90 Euro inklusive Frühstück.

Mein Fazit: Lohnt sich die Anreise nach Cetinje?

Den Tagesausflug nach Cetinje habe ich sehr genossen. Im Gegensatz zum Trubel an der Küste läuft das Leben hier noch langsamer und vor allem authentischer ab. Zudem ist Cetinje vom Massentourismus verschont geblieben. 

Auch wenn ich kein großer Fan von Kirchen und Kloster bin, hat mich die Gegend fasziniert. Beim nächsten Cetinje-Besuch plane ich sicherlich mehr Zeit ein, um einen Abstecher in die Berge zu machen. 

Besonders interessant fand ich das Geldmuseum und die alten Zahlungsmittel. Nun verstehe ich auch, warum man in Montenegro die Einführung des Euro bevorzugt hat. Leider ist das kleine Balkanland deswegen auch teurer als andere umliegende Länder.

Weiterführende Informationen, Quellen und Links

Wie gefällt Dir mein Bericht von Cetinje? Warst Du schon einmal in Montenegro? Lass es mich gerne wissen!


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