Viele Sanatorien in Tskaltubo (Zqaltubo) dienten zu Sowjetzeiten als Kur- und Erholungsort. Nach dem Fall der Sowjetunion wurden die meisten Hotels und Badehäuser verlassen.
In der Gegenwart kannst du zahlreiche Ruinen in Tskaltubo sehen. Der Ort ist vor allem für Fotografen und Fans von “Abandoned und Lost Places” interessant.
Neben verlassenen Hotels und Sanatorien befinden sich in Tskaltubo immer noch Spa Resorts, die in Betrieb sind. Unter anderem wurde das ehemalige Badehaus Spring No 6 von Stalin renoviert und ist wieder in Betrieb.
Im Gegensatz zum strengen Deutschland kannst du viele dieser Stätten einfach so besuchen – auf eigene Gefahr natürlich.
Tskaltubo liegt in Georgiens Region Imeretien. Da es nur 15 Kilometer von Kutaissi entfernt ist, kannst du die verlassenen Sanatorien in Tskaltubo als Tagesausflug besichtigen.
Ebenfalls ist es möglich, in einem der Resorts in Tskaltubo zu übernachten und eine medizinische Spa- und Massagebehandlung in Anspruch zu nehmen.
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Wo übernachten in Tskaltubo?
- Imereti Health Resort
- Be Healthy
- Tskaltubo Plaza Hotel
- Tskaltubo Spa Resort
- Green Garden Guest House
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Entdecke die (verlassenen) Sanatorien von Tskaltubo in dieser Karte
In der folgenden Karte habe ich alle verlassenen Sanatorien sowie Tskaltubos funktionierende Spa-Resorts, Hotels und Museen eingefügt.
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Mehr InformationenTskaltubo war schon im 19. Jahrhundert wegen seiner leicht radioaktiven Thermalquellen bekannt.
Das mineralreiche Wasser aus den Radon-Karbonat-Quellen hält konstant angenehme 33 bis 35 °C – perfekt für wohltuende Bäder. Die natürlichen Schwefelquellen und das leicht radioaktive Wasser gelten seit jeher als Geheimtipp für Herz-Kreislauf-Beschwerden, Hormonhaushalt, Arthritis und Rheuma.
Bereits im 13. Jahrhundert wurden die Quellen erstmals entdeckt, und ab den 1870-er Jahren entstanden die ersten Badehäuser.
Der eigentliche Boom setzte jedoch erst in der Sowjetzeit ein: Tskaltubo wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum gefragtesten Kurort Georgiens.
Damals entstanden rund um den zentralen Park zahlreiche Sanatorien und Hotels mit insgesamt etwa 5.000 Betten. Auch Josef Stalin favorisierte den Kurort, schließlich hatte er dort in Tskaltubo sein eigenes Badehaus Spring No 6.
Nach und nach ließ er mehrere Sanatorien im neo-klassizistischen Stil erbauen. Oft wurde Tskaltubo sogar als einer der größten Kurorte des Republikverbundes bezeichnet.
Stalins Ziel war es, den sozialistischen Arbeitskräften eine gute Auszeit zu ermöglichen, damit sie anschließend wieder einsatzfähig waren.
Täglich fuhren Züge aus Moskau und St. Petersburg mit Patienten und hochrangigen sowjetischen Beamten ein.
Neben der bewussten Erholung diente der Tskaltubo auch zur Fortbildung der Menschen. Die Sanatorien waren damals sogar nach Berufsgruppen gegliedert.
Was passierte mit den Sanatorien in Tskaltubo nach dem Fall der Sowjetunion?
Die Konflikte zwischen Abchasien und dem Zerfall der Sowjetunion haben später zu einem Rückgang des Tourismus in der Region geführt.
Die einst gut besuchten Badehäuser und Sanatorien wurden vernachlässigt und verfielen nach und nach. Zudem brachte die Regierung Mitte der 1990-er Jahre Kriegsflüchtlinge aus Abchasien und nutzte die Gebäudekomplexe als Zufluchtsorte.
Krieg in Abchasien und seine Folgen für Tskaltubo
Ein besonderer Einschnitt war der Krieg in Abchasien (1992–1993), bei dem georgische Streitkräfte gegen abchasische Separatisten kämpften – unterstützt von russischen Truppen.
Durch den Krieg und die ethnischen Säuberungen wurden rund 250.000 Georgier zu Binnenvertriebenen oder Flüchtlingen. Binnenvertriebene sind Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht vor Konflikten oder Gewalt sind.
Tskaltubo spielte eine zentrale Rolle bei der Unterbringung dieser Kriegsvertriebenen: Schätzungsweise 9.000 bis 12.000 Menschen wurden damals in leerstehenden Hotelzimmern und Sanatorien einquartiert.
Die Nutzung der Gebäude war ursprünglich nur als Übergangslösung gedacht. Doch fast drei Jahrzehnte später leben immer noch viele Familien in den ehemaligen Sanatorien, oft bereits in der zweiten Generation.
Kinder wurden hier geboren, aufgewachsen und kennen keinen anderen Ort als ihr Zuhause – der versprochene feste Wohnraum ließ auf sich warten.
Das Umfeld der Kuranlagen war von da an ein Platz für Viehweiden und Gärten. Die umliegenden Bäume nutzten die Flüchtlinge als Feuerholz und Feuerstelle. Im Laufe der Zeit verfielen nahezu alle prächtigen Spa Resorts und Kuranlagen.
Tskaltubo: Heute Teil von Georgien
Trotz der schlechten Gegebenheiten versucht man heute wieder den Tourismus in Tskaltubo anzukurbeln. Die während der Sowjetzeit errichteten Gebäude sind immer noch im Staatsbesitz.
Auch durch ausländische Medien und Blogger erhielt Tskaltubo immer mehr Aufmerksamkeit. Zudem setzt sich die lokale Tourismusbehörde gezielt für den Bädertourismus ein.
In Tskaltubo ist neben dem Imereti Health Resort, auch heute noch das Be Healthy, in Betrieb, welches als Badehaus 2 bekannt ist.
Im Spring No 6 Badehaus hatte Stalin seinen privaten Bereich. Das Badehaus an sich ist heute noch in Betrieb, der ehemalige Bereich von Stalin hingegen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Bei meinem letzten Besuch von Tskaltubo im Juni 2023 konnte ich viel Bewegung sehen. Laut meiner Recherche hat der ehemalige Präsident Bidzina Ivanishvili alle Sanatorien aufgekauft. An Tskaltubos Sanatorium „Tbilisi“ finden bereits Restaurationsarbeiten statt.
Leider aber hat man weitere Sanatorien und Resorts mit einem hohen Zaun abgeriegelt. Vor allem das ehemalige berühmte Hotel Iveria ist nicht mehr zugänglich.
Im Juni 2021 konnte ich glücklicherweise noch viele tolle Aufnahmen machen. Mit dem Kauf der Gebäude und der möglichen Sanierung geht wohl eine Epoche des “Dark-Tourismus” zu Ende.
Ich hoffe auf jeden Fall, dass durch die Restaurierung viele Touristen aus dem Westen und Osten angezogen werden.
Stalins ehemaliges Spring No 6 Badehaus
Eine große Aufschrift “6 Spring” strahlt über dem massiven Gebäude mit den großen Säulen hervor. Kein Wunder, in Glanzzeiten hatte Stalin dort sein privates Badezimmer.
Noch heute ist Tskaltubos Spring No 6 in Betrieb, auch wenn Stalins Zimmer nicht betreten werden kann. Übrigens wurde das gesamte Badehaus bis auf das Privatbad von Stalin renoviert.
Besucher können im Spring No 6 verschiedene Massagen, Schlammbäder und Gesundheitsbehandlungen durchführen lassen.
Ich habe zwar nur die Vorhalle gesehen, die aber einen mächtigen Eindruck hinterlassen hat.
Neben ebenfalls hohen Säulen steht dort auch eine antike Vase, die vermutlich aus der Sowjetzeit stammt. Zumindest trägt sie die bekannte Sichel. Auch die Decken und weitere Elemente sind typisch östlich.
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- Öffnungszeiten: 10.00 bis 17.00 Uhr
Badehaus Nr 2 – Be Healthy – Balneological Resort & Spa
Ganz zu meinem Erstaunen ist auch das Badehaus Nr. 2 weiterhin in Betrieb. Leider habe ich kein Foto vom Gebäude, sondern nur vom Mosaik im Vorgarten gemacht.
Das Tskaltubos Spa Resort Be Healthy bietet ebenfalls eine große Anzahl an Massagen von Kopf bis Fuß an.
Das Badehaus Nr 2 gehört laut Website auch zum Komplex des Park Hotels sowie des anliegenden Magnolia Restaurants.
- Lage: Be Healthy – Balneological Resort & Spa
- Öffnungszeiten: 09.00 bis 17.30 Uhr täglich
Lost Places Sanatorien in Tskaltubo
Die Gegend rund um Tskaltubo ist ein wahrer Geheimtipp für Fans von Lost Places, oder soll ich sagen, war?
Bei meinem letzten Besuch konnte ich nicht nur feststellen, dass einige alte Gebäude neu eingezäunt wurden, sondern auch Restaurationsarbeiten am Gange waren. Die Tage der tollen Fotos sind vermutlich gezählt.
Hotel Iveria
Das Hotel Iveria wurde zwischen den Jahren 1952 und 1962 errichtet. Es ist wohl das bekannteste Objekt, das von Bloggern in Tskaltubo fotografiert wurde.
Ich spreche von der Vergangenheit, da es seit diesem Jahr 2023 nicht mehr möglich ist, das Hotel Iveria zu betreten. Ein großer Zaun wurde rund um die verlassene Hotelanlage gestellt.
Tskaltubos Hotel Iveria verfügte einst über eine Kapazität von 300 Betten. Glücklicherweise konnte ich den Ort noch fotografieren, bevor er isoliert wurde. Beim Eintreten kannst du direkt die Wucht des Gebäudes erkennen.
Massive Säulen, große Fliesen und blau gestrichene Wände schmücken das Hotel Iveria. Außerdem fällt sofort das große runde Loch in der Decke auf. Ob dort mal ein riesiger Kronleuchter hing oder einfach nur eine Kuppel als Abdeckung?
Auch beim Gang nach oben kannst du nur noch die Grundrisse erkennen. Es wurde alles auseinandergenommen, was nur ging. Von Kabeln, Möbeln oder sonstiger Einrichtung keine Spur mehr.
Lediglich die Tapete ist noch an manchen Stellen zu erkennen. An den Decken kannst du noch teilweise die typisch sowjetische Dekoration erkennen. Einige Wände sind Graffitis besprüht worden.
Laut diesem Zeitungsbericht wurde das Hotel Iveria im Jahr 2016 für 253,000 Lari = (ca. 88.000 Euro) verkauft. Der Käufer verpflichtet sich dazu, 6 Million Euro zu investieren, um ein Hotel mit 160 Zimmern zu bauen. Ich bin gespannt wann und ob das Projekt wirklich startet. 🙂
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Sanatorium Nr 8 in Tskaltubo
Insgesamt gibt es vier Eingangsmöglichkeiten mit jeweils wenigen Stufen zum Betreten des Badehauses 8.
Nicht nur wegen des UFO-förmigen Gebäudes, sondern auch durch das große Loch in der Decke erscheint das Sanatorium Nr 8 in Tskaltubo sehr mystisch. Durch das eintretende Tageslicht fühlt es sich an, als wärst du gerade mit einem alten UFO auf der Erde gelandet.
Leider ist das Badehaus 8 sehr zugemüllt. Überall liegen Flaschen und sonstige Abfälle. Einige haben wohl darin auch mit dem Feuer gespielt.
Das Gebäude beherbergte mehrere Bäder, die in Sternform nebeneinander angereiht wurden. Wenn du genauer hinschaust, kannst du in der Mitte sogar den ehemaligen Zulauf sehen. Von dort floss das warme Heilwasser in die einzelnen Backen.
Auf den umliegenden Wänden sind außerdem noch die Umrisse von Hirschen zu erkennen. Was Bambi wohl mit dem Badehaus 8 zu tun hatte?
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Sanatorium Nr 5
Das fünfte Sanatorium in Tskaltubo weist einen miserablen Zustand auf. Außerdem ist eine Seite total von Laub bedeckt. Am Eingang warnen Schilder vor dem Zutritt.
Zudem riecht es sehr nach Schimmel und Urin. Wenn du dich trotzdem entscheidest hineinzugehen, trifft auf gelbe Badewannen passend zur damaligen Zeit des Kommunismus.
Viel mehr als das ist wirklich nicht zu sehen. Die Treppe am Eingang wurde vermutlich absichtlich entfernt, sodass der Zutritt in den zweiten Stock nicht möglich ist. Da das Badehaus Nr 5 wirklich einsturzgefährdet ist, würde ich einen Besuch nicht empfehlen.
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Tskaltubo Bahnhof
Auch der Bahnhof von Tskaltubo zählt zu den Lost Places. Während der Blütezeit sind dort Urlauber mit Zügen aus Moskau und St. Petersburg angekommen.
Heute sind das Bahnhofsgebäude sowie die davor liegenden Schienen in einem schlechten Zustand. Die Schienen sind komplett mit Gras überwachsen.
Im Inneren ist so gut wie keine Fensterscheibe mehr ganz. Dabei hat das Gebäude so viel Potenzial.
Auch der Brunnen vor dem Gebäude ist schon seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb. Als ich ein Foto vom ehemaligen Bahnhofsgebäude gemacht habe, lachten die nebenan stehenden Georgier nur.
Ich vermute übrigens, dass man vor kurzer Zeit mit Renovierungsarbeiten angefangen hat. Es sah so aus, als wären zumindest die äußeren Fassaden und Säulen neu gestrichen worden.
Laut meiner Recherche sollte dort das Touristenbüro Einzug halten. Weitere Informationen habe ich leider nicht.
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Essen gehen in Tskaltubo
Trotz der Bevölkerungszahl von nur etwas mehr als 10.000 gibt es in Tskaltubo eine kleine Auswahl an Restaurants.
Ich denke, dass dies vor allem auf die Popularität und die noch funktionierenden Spa Resorts und die wenigen Hotels Tskaltubos zurückzuführen ist.
Restaurant Magnolia
Das Magnolia Restaurant liegt direkt neben dem Tskaltubo Health Resort, das bis heute in Betrieb ist.
Das Gebäude ist nicht nur von außen, sondern auch von innen sehr gepflegt. Auch die moderne Dekoration mit den gepolsterten Stühlen ist sehr schön anzusehen.
Das Restaurant wurde von einem italienischen Architekten in den 1950-er Jahren entworfen. Nachdem es jahrelang leer stand, wurde es im Jahr 2019 vollständig restauriert.
Dank des warmen Wetters konnte ich beim Essen draußen sitzen. Die Terrasse mit dem anliegenden Springbrunnen war sehr gemütlich. Allerdings muss ich gestehen, dass das Personal bei meinem letzten Besuch nicht besonders motiviert war.
Leider gab es auch einige Sachen auf der Menükarte nicht, weswegen ich eine Khinkali-Suppe und spanisches! Bier bestellt habe.
Die Preise sind etwas über dem Durchschnitt. Nichtsdestotrotz würde ich das Magnolia Restaurant für einen Stopp weiterempfehlen.
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- Öffnungszeiten: 11.00 bis 01.00 Uhr täglich
- Website: https://www.parkresort.ge/en/magnolia
Was kannst du sonst noch in Tskaltubo erleben?
Neben zahlreichen verlassenen Sanatorien bietet Tskaltubo ebenfalls einen großen Park mit zahlreichen Wegen und Sitzgelegenheiten. Wenn du keine Lust mehr auf Lost Places hast, kannst du in der Natur spazieren gehen oder relaxen.
In nördlicher Richtung, sozusagen im Zentrum Tskaltubos, befindet sich auch ein Basar, der täglich geöffnet ist. Dort gibt es allerlei, was du auch auf anderen Märkten in Georgien finden kannst.
Ganz in der Nähe gibt es auch ein kleines Weinmuseum, das nach dem ehemaligen georgischen Schriftsteller Otia Ioseliani benannt ist. Im Museum kannst du alte Werkzeuge, Waffen und sonstige Relikte des einfachen Lebens bestaunen.
Heute wird das Museum vom Sohn und dessen Enkel geleitet. Neben der Verkostung von Wein kannst du auch Cha-Cha oder Bier probieren.
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- Öffnungszeiten: 11.00 bis 18.00 Uhr täglich
Heimatmuseum
Tskaltubo beherbergt außerdem ein kleines örtliches Museum. Dort kannst du diverse Exponate wie alte Kleidung, Instrument und sonstige Gegenstände des Landes sehen.
Sicherlich nicht so spannend wie andere Museen, aber dennoch einen Zwischenstopp wert.
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- Öffnungszeiten: 09.00 bis 18.00 Uhr täglich
Tipps und Hinweise für den Besuch der verlassenen Sanatorien
Wenn du dich auf die Spuren der Vergangenheit in Tskaltubo begibst, solltest du ein gewisses Maß an Respekt mitbringen.
Ein paar Dinge, die ich aus meinen eigenen Erfahrungen mitgeben kann:
- Respektiere die Privatsphäre: In der Gegend rund um Tskaltubo wohnen noch heute viele geflüchtete Familien. Bitte sei rücksichtsvoll mit den Menschen, die in sehr armen und einfachen Verhältnissen wohnen.
- Vorsicht beim Fotografieren: Bitte frage vor dem Fotografieren um Erlaubnis. Du kannst dir vorstellen, dass die Bewohner keine große Lust auf neugierige Menschen aus dem Westen haben. Russisch- oder Georgischkenntnisse sind hier sehr im Vorteil.
- Betrete keine abgesperrten Bereiche: Warnschilder sind ein klares Zeichen, dass hier Schluss ist. Die Sicherung dient meist dem eigenen Schutz, denn lose Böden und bröckelnde Decken können schnell gefährlich werden.
- Bereite dich gut vor: Festes Schuhwerk (am besten richtige Sicherheitsschuhe) sind ein Muss! In der Gegend warten viele rostige Nägel und Glasscherben.
- Geh nicht alleine: Mit einer zweiten Person hast du nicht nur jemand zum Foto schießen, sondern auch jemanden, der dir im Notfall helfen kann.
Übernachten in Tskaltubo: Spa Resorts und Hotels
Wenn du nicht genug von den Lost Places bekommst oder die ein oder andere Spa-Behandlung durchführen möchtest, kannst du in Tskaltubo übernachten. Neben einfachen Unterkünften bietet Tskaltubos auch bessere Hotels in der Umgebung.
Zu den besseren Unterkünften gehört das Tskaltubo Plaza Hotel, das nördlich der Grünflächen liegt. Für etwa 100 Euro kannst du stilvoll im 4-Sterne Hotel übernachten. Die Zimmer sind recht klein, aber sauber. Frühstück und Swimmingpool gibt es inklusive.
Etwas günstiger ist die Übernachtung im 3-Sterne Legends Tskaltubo Spa Resort. Dort zahlst du etwa 80 Euro für ein Doppelzimmer einschließlich Frühstück. Bei warmem Wetter bietet der Pool eine gute Abkühlung.
Private Unterkünfte wie das Green Garden Guest House kosten nur rund 40 Euro. Dann musst du zwar auf den Pool verzichten, hat aber eine Waschmaschine zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Tskaltubo
Wie reist du am besten nach Tskaltubo?
Tskaltubo ist gerade einmal 15 Kilometer von Kutaissi entfernt und innerhalb von 20 Fahrminuten zu erreichen.
Für die Anreise bieten sich mehrere Möglichkeiten. Am einfachsten und schnellsten geht es mit einem Bolt-Taxi, das nicht mehr als 12 bis 15 Lari (4 bis 5 Euro) kostet.
Günstiger ist die Fahrt mit der Marschrutka, die in der Nähe der roten Brücke in Kutaissi warten.
Die Vans der Linie 30 stehen vor dem Tabidze Monument und fahren von 8 Uhr morgens bis etwa 17 Uhr nach Tskaltubo. Die Fahrt kostet gerade einmal 2 Lari. Unterwegs kannst du dem Fahrer Bescheid sagen, damit er anhält.
Von Tskaltubo zurück nach Kutaissi
Die Rückfahrt gestaltet sich ähnlich einfach. Um wieder zurück nach Kutaissi zu reisen, kannst du an der Hauptstraße einfach eine vorbeifahrende Marschrutka anhalten. Die Minivans fahren an der Ostseite (über die Rustaveli Straße) in Richtung Kutaissi.
Nach 18 Uhr wird es vermutlich schwieriger, eine Fahrt zu organisieren.
Das letzte Mal hatte ich Glück und konnte ein Bolt-Taxi rufen. Ansonsten kannst du auch ein gewöhnliches Taxi nehmen. Die Fahrt sollte dann nicht mehr als 20 Lari kosten. Alternativ ist “Daumen hoch” eine gute Option in Georgien.
Wenn du schon bei jemandem mitfahren darfst, solltest du das gegen Ende gut belohnen.
Mein Fazit: Lohnt sich ein Besuch von Tskaltubo immer noch?
Ich muss sagen, dass mein Besuch der Sanatorien in Tskaltubo sehr spannend war. Die Freude war groß, als ich in 2022 noch zahlreiche der alten, verlassenen Hotelgebäude besuchen konnte. Leider waren einige Gebäude ein Jahr später bereits eingezäunt.
Dennoch gibt es rund um Tskaltubo immer noch genügend Lost Places zu entdecken.
Trotzdem solltst du nicht vergessen, dass Tskaltubo für manche Menschen immer noch ein Zuhause ist.
Insofern du dich für Lost Places interessierst, kann ich dir Tskaltubo, seine verlassenen Sanatorien und ein Besuch von Stalins ehemaligem Badehaus Spring No 6. nur ans Herz legen.
Wie gefallen Dir meine Eindrücke von Tskaltubo? Magst du Lost Places? Lass es mich gerne wissen!
Weiterführende Informationen, Quellen und Links
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Letzte Aktualisierung am 2025-08-31 at 08:42 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API